Gesehen am 10.05.2011
Als Kind bin ich gerodelt in dem hügligen Gelände, in dem sich das Denkmal erhebt. Magdeburg, Am Fürstenwall.
Ich weiß nicht, ob das Monument damals schon dort gestanden hat, erinnern kann ich mich nicht daran. Natürlich könnte ich die Altvorderen fragen, doch Bestätigung oder Verneinung hätten dann etwas mit meinem Wissen darum zu tun, nicht mit erlebter Erfahrung.
Komisch auch, dass ich mich an diesem sommerlich warmen Tag im Mai an den Schnee erinnere, der hier so hoch lag, dass ich mich darin verstecken konnte, an die Kälte, der ich doch so gar nicht zugeneigt bin. Aber so ist das mit der Erinnerung. Es scheint, nicht wir haben den Taktstock in der Hand, der bestimmt, welche Noten aus dem Orchestergraben ihren Weg heraus finden auf die Bühne. Erinnerung springt auf eine Seite, die beschreiben wurde in der Vergangenheit, vielleicht auf die, die am schnellsten gefunden werden kann.
Spurenwandel
Vergangenen Sonntag, Muttertag, war Wandel angesagt und Wandeln. Spaziergang am Fluss, der immer wieder schön ist, obwohl sein Wasser graubraun, als würde zu viel Schlamm darin aufgewühlt sein, durch die Stadt fließt auf dem Weg nach Norden.
Die Spuren der Kindheit. Ich kann nicht erkennen, hier auch nur ein paar hinterlassen zu haben. Meinen wir damit nicht viel eher die Orte und Zeiten und Begegnungen, die in uns Spuren hinterlassen haben? Wie dies hier, wo füher einmal eine Augenklinik war, in der eine Tante von mir arbeitete, wo ich versuchte, über die viel zu hohe Brustwehr der alten Stadtmauer, einen Blick auf den Stadtpark jenseits des Wasserbandes zu erhaschen, wo ich- rodeln gewesen bin.
Die Spuren wandeln sich. Mit der Erkenntnis, dass Erinnerung nicht das zeigt, was gewesen ist, sondern unsere Deutung davon. Sie wandeln sich auch mit der Entdeckung, dass nichts mehr so ist, wie es war und nichts so bleiben wird, wie es ist.
Alles ist nie das Gleiche. Alles ist immer etwas Anderes. Alles ist- Nimmer?
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02. Mai
“Um dich zu treffen”

[Foto via vestedoutsourcing.com/]
Und wenn ich kam, um dich zu treffen?
Was wissen wir denn schon von Schicksal oder Zufall?
Es könnten Zwillingskinder sein
Oder ein und das selbe.
...
04. Mai
“Niemand hat sie”

[Foto via flickr.com]
Niemand hat Zeit.
Wer anderes behauptet, könnte auch sagen:
Die Stimme hat einen Menschen.
Es ist umgekehrt.
Wir sind nur Durchreichposten zwischen Stationen,
...
05. Mai
“Wahlfreiheit”

[Foto via flickr.com]
Wenn es auch manchmal scheint,
Wir hätten eine Wahl nicht getroffen,
Sondern sie uns-
...
07. Mai
“Herzwirklichkeit” [MEISTGELESEN!]

[Foto via getyourleadershipbigon.wordpress.com]
Das Herz benennt die Wirklichkeit
Mit zwei immer gleichen Silben.
Es packt zu,
Und damit schenkt es frisches Blut.
...
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